Wir hatten ja dort bereits auf die möglichen Segnungen des Social Bookmarking hingewiesen.

Deswegen bzw. in Ergänzung dazu die Mitteilung, dass dieses Blog in Ergänzung auch noch dort bzw. mit einer Gruppe CSU-Politik dort (zum Mitmachen!) bei Mister Wong zu finden ist.

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Wir hatten hier ja bereits Artikel zu Web 2.0 verfasst, jetzt wollen wir in einem kurzen Abriss beispielhaft darauf hinweisen, wie diese Anwendungen genutzt werden können.

Es wird ja gerne gelästert, dass das Web 2.0 vor allem von denjenigen benutzt werden, die ausreichend Zeit dafür aufbringen. Der volle Terminkalender eines Politikers – gleich auf welcher Ebene – steht häufig im Widerspruch zu den möglichen Aktivitäten auf Twitter, Facebook oder im eigenen Weblog – es sei denn, man sieht sich in der Lage, diese Mittel auch effizient zu nutzen. Dieser Begriff von Effizienz hat dabei zwei Sinnebenen:

- Effizient im Sinne von Mehrwert. Ein Weblog oder Twitter kann auch dazu missbraucht werden, um Pressemitteilungen bzw. Verweise darauf unter das Volk zu streuen. Nur lesen wollen wird die kaum jemand. Einen Mehrwert schaffe ich nur, wenn ich in der Lage bin, meine Inhalte positiv zu vermitteln und – wo ich es möchte oder es für sinnvoll halte – in einen aktiven, konstruktiven Dialog mit Anderen zu treten.

- Effizient im Sinne eines geringen Aufwands. Sicher zählt dazu das Verwenden mobiler Endgeräte, die quasi prädestiniert für einen Dialog via Twitter sind. Aber auch – und darum wird sich dieser Artikel drehen – um mit wenig Aufwand viel Inhalt zu vermitteln. Social Bookmarks eignen sich dazu hervorragend.

Social Bookmarks – Grundfunktionen

Social Bookmarks haben neben den hier im Vordergrund stehenden Funktionen noch weitere Vorteile, z. B. beim Wissensmanagement und der Recherche. Wenn ich mich als Politiker etwa für den Wohnungsbau im Landkreis Rosenheim interessieren sollte, so kann ich Internetquellen und Lesezeichen dazu bei einem der Anbieter (mehr dazu unten) ablegen und mit den Schlagwörtern (neudeutsch Tags) wohnungsbau und rosenheim versehen. Ich kann die einzelnen Quellen auch mit weiteren Schlagwörtern versehen, z. B. den einzelnen Stadtteilen oder Gemeinden, dem betroffenen Jahrzehnt oder weiteren Merkmalen versehen. Wenn ich diese Recherche auf andere Landkreise oder andere Themen ausweite und dabei die Verschlagwortung intelligent einsetze, kann ich meine Quellensammlung immer wieder unter verschiedenen Gesichtspunkten strukturieren und auswerten. Ebenso kann ich einsehen, welche öffentlichen Lesezeichen andere Benutzer zu den von mir gewählten oder anderen Schlagwörtern abgelegt haben. Mithilfe der RSS-Feeds kann ich verfolgen, welche neuen Lesezeichen mit einem Schlagwort versehen werden. Meine Sammlung kann ich bei den meisten Anbietern zudem auch als (öffentliche oder private) Gruppe oder Liste führen.

Diese Art der Lesezeichenorganisation erleichtert nicht nur die Arbeit in Gruppen, sondern ermöglicht auch eine Verwendung über mehrere Plattformen hinweg, d. h. Lesezeichen können zwischen mehreren Rechnern quasi synchronisiert werden – hier gibt es verschiedene Lösungen, zudem bieten alle größeren Anbieter auch Erweiterungen für Navigatorenprogramme an.

Das gewisse Extra…

Interessant wird Social bookmarking vor allem dann, wenn ich damit einen weiteren Kommunikationskanal öffnen kann. So können zwei von mir empfohlene Dienste (siehe unten) Lesezeichen an Twitter senden.

Ein Beispiel: Ich echauffiere mich über einen Artikel in der FAZ. Nun könnte ich einen Leserbreif schreiben (das wäre quasi Web 0.1), ich könnte dazu eine (statische) Seite meiner Homepage dazu gestalten (Web 1.0), einen Eintrag in mein Weblog setzen (Web 1.99) oder die Seite bei meinem SB-Anbieter mit einem Kommentar versehen ablegen und beim Ablegen mit einem Klick gleichzeitig an Twitter senden. Das Ganze ist dann hier gelandet (der Kommentar ist natürlich nicht intelligent, aber ist ja nur ein Beispiel) und hat – anders als die drei zuerst genannten Möglichkeiten – nur wenige Sekunden gedauert, zudem landet der Verweis auf den Artikel hier im Seitenmenü. Natürlich sollte das Einstellen von Links mit Kurzkommentaren auf Twitter keine kommunikative Einbahnstraße sein – Sie sollten auch die Antworten (Replies) darauf lesen und ggf. antworten.

So kann ich meine Internetpräsenz bzw. mein Weblog mithilfe von Social Bookmarks und RSS-Feeds um Inhalte erweitern, indem ich regelmäßig kommentierend auf interessante Seiten verweise (hier im Seitenmenü unter Schnellverweise aufgelistet). Diese Erweiterung kann und sollte als weiterführende Vernetzung umgesetzt werden. Die Lesezeichen lassen sich leicht in aggregierende Dienste wie Lifestream.fm oder Friendfeed einbinden. Dabei sollten Redundanzen möglichst vermieden werden (man kann ein Lesezeichen beim Anbieter X speichern; wenn der Anbieter dann z. B. auch bei Twitter und bei Facebook eingebunden ist, wird das Lesezeichen auf Friendfeed gleich dreimal angezeigt).

Gut gebrüllt. Wo kann ich das jetzt ausprobieren?

Wer nun Social Bookmarking nutzen möchte, kann aus vielen verschiedenen Anbietern wählen. Ich empfehle entweder Mister Wong oder Diigo. Beide Anbieter unterstützen das optionale Senden der eigenen Lesezeichen an Twitter. Mister Wong hat den Vorteil einer deutschen Oberfläche und eines in Deutschland beheimateten Dienstes. Diigo hingegen hat den Vorteil, dass die Lesezeichen optional an weitere Anbieter wie z. B. den größten, aber spartanischen Anbieter delicious.com zu senden (dazu muss man bei diesen Anbietern ebenfalls ein kostenloses Benutzerkonto einrichten) und somit eine weitere Streuung der eigenen Lesezeichen zu erreichen.

Social bookmarking und seine zahlreichen Facetten und Möglichkeiten konnten in diesem Artikel nur angerissen werden – daher mein Tipp: einfach anmelden und ausprobieren!

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Dieser Artikel ist ein weiterer Baustein unserer (kleinen & unregelmäßigen) Artikelreihe zu Politik und Web 2.0.

Twitter ist mit Sicherheit nicht der wichtigste Service, über den aber seltsamerweise der größte Hype gemacht wird: Jeder Artikel im Anzeigenblättchen wird heute noch mehr Leser erreichen.  Ich hatte aber bereits an anderer Stelle dargelegt, welche Vorteile Twitter bietet (siehe dazu – von ganz anderer Seite – auch dieses Interview).

  1. Bei der Anmeldung nicht vergessen: Foto, Real Name, knackige Bio (mit Bezug auf die CSU natürlich). Gestalten Sie Ihren Twitter-Auftritt mit eigenen Farben und Hintergrundbild.
  2. Authentisch sein, offen sein. Everybody’s Darling ist everybody’s Depp.
  3. Cool bleiben. Twitter ist voll von Sozen und Grüngewaschenen, die nerven. Lassen Sie sich also nicht von “Zwischenrufen” provozieren. Unpassende Aussagen und Ausfälle Ihrerseits landen garantiert auf SPD-Blogs (liebe Sozen, auch Ihr werdets von uns im Auge behalten).
  4. Binden Sie Ihre RSS-Feeds mit Twitterfeed.com oder besser noch mit einem Tool Ihres Weblogs ein (Hinweis: Puristen mögen keine Feeds in Twitter). Feed und Tweets sollten in einem ordentlichen Verhältnis stehen – idealerweise mindestens 1:3 bis 1:5 (also ein Feed-Artikel auf drei bis fünf Tweets), wenn nicht sogar deutlich größer.
  5. Wie viele Tweets? Das hängt sicher auch von Ihren Konversationen mit anderen Benutzern ab. Siehe dazu auch Punkt 4. Kündigen Sie Pausen Ihrer Kurz-Veröffentlichungen an, Sie heißen ja nicht Schäfer-Gümbel (der ist nach der Hesenwahl wochenlang “einfach” abgetaucht).
  6. Followern folgen – dafür gibt es Socialtoo, aber nicht allen: Hände weg von Spammern und vorsichtiger Umgang mit möglichen Fakes.
  7. Antworten Sie auf Replies – zumindest auf die ernsthaften und humorvollen Äußerungen. Ignorieren Sie die ätzenden Einwürfe (siehe auch Punkt 3). Antworten Sie möglichst immer auf direct messages.
  8. Legen Sie Favorites an, um Tweets anderer Benutzer wiederzufinden.
  9. Nutzen Sie Software wie twhirl, Tweetdeck bzw. entsprechende Applikationen für Smartphones (z. B. Twitterberry etc.). Diese Anwendungen erhöhen die Effizienz im Vergleich zur Weboberfläche deutlich.
  10. Vergessen Sie die Regeln 1 bis 9 und legen Sie einfach los. Verhalten Sie sich so, dass Ihr Bäcker sich nicht schämen muss, Ihnen auf Twitter zu folgen, und dass Ihre Folloiwer (andersa als bei vielena anderen Politikern) einen wirklichen Mehrwert erhalten – durch prägnante Aussagen, Lektürehinweise, Humor. Inhalte zählen. Ob es zu Mittag Schweinsbraten oder Haxe gab, ist weit weniger interessant als ein brandaktueller Hinweis auf neue Verfehlungen von Müntes Gurkentruppe oder einen lesenswerten Kommentar in der FAZ. Wer regelmäßig nützlichen Content liefert, darf natürlich gerne twittern, ob der Schweinsbraten auch geschmeckt hat.
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Das Web 2.0 hat schon lange Einzug in das politische Leben gehalten. Problematisch ist nur, dass viele Politiker – quer durch alle Parteien – es leider nicht ernst nehmen. Schade eigentlich. Der folgende Artikel ist keine theoretische Festlegung und erhbet keinen Anspruch auf Vollständigkeit, sondern soll CSU-Politikern aller Ebenen ein paar Anregungen und Tipps im Umgang mit diesen Medien geben.

Fangen wir mit der Grundlage an – den Weblogs. Viele Weblogs sind leider nur Startrampen für Pressemitteilungen. So etwas liest natürlich niemand gerne. Ein gutes Weblog kostet Zeit (Verfassen und Kommentare moderieren, wenn nicht noch mehr), wer die aber hat und “schreiben kann” – prägnant und unterhaltsam, für den kann ein Weblog einen Mehrwert bringen. Wer gezwungen wird, politische Inhalte auf griffige Formulierungen zu bringen – und nicht etwa auf leere Worthülsen – der wird in die Lage versetzt, diese seine Politik ebenfalls in Sitzungen und Diskussionen erfolgreich durchzusetzen und zu verteidigen. Von vielen andern Vorteilen ganz abgesehen, wie gesagt, nur schreiben muss man können (oder können lassen).

twittyTwitter ist dagegen schon ein neueres Phänomen. Sagen, was man möchte, und das in nur 140 Zeichen. Geht schon, kurz schreiben ist aber eine Kunst. Tatsächlich lassen sich so sehr effektiv Kurzmeldungen an eine riesige Schar von Bewunderern versenden. Beispielsweise Perlen wie das da, dieses hier oder jenes dort. Man kann dort zudem – bitte nur in homöopathischen Dosen – RSS-Feeds einfließen lassen. Nicht weniger, aber keineswegs auch mehr. Politische Twitterer (auch unser Kanal) finden sich inzwischen auf der Seite parteigefluester.de in einer aktuellen Übersicht zusammengefasst.

Und sagte ich “riesige Schar”? Die sozialdemokratischen Oberzwitscherer Herr Heil und Herr Schäfer-Rümmel haben jeweils rund 2500 sogenannte Follower. Wenn ich irrtümlicherweise unterstelle, dass das Nichtwähler seien, die dem Herrn Schäfer plötzlich an den Lippen kleben, dann hätte das in Hessen 0,4 % mehr Stimmen für die SPD bedeutet. Wahnsinn, nicht wahr? Zu Hubertus Superstar auf Twitter sei noch dieser Nachschlag empfohlen.

Schäfer-Gümbel hat übrigens heimlich von einer Agentur twittern lassen – das kam durch einen kleinen “Unfall” heraus. Peinlich ist dabei weniger die Tatsache an sich als das pseudeauthentische Getue, wenn das Tweet in Wirklichkeit vom Praktikanten im Großraumbüro stammt. Nach der Wahl hat er recht schnell ziemlich die Lust an diesem Medium verloren und twittert neuerdings nur noch über das Wetter, vielleicht standen auch einfach keine Mittel mehr zur Verfügung, um die Agentur zu bezahlen.

Alles in allem ist Twitter ganz lustig, wenn man so möchte, eine kleine Fingerübung, mehr aber derzeit – noch – nicht. Seid dabei, aber versprechts Euch nicht zuviel davon.

Und Facebook? Auf Facebook lässt sich sehr schnell ein Profil anlegen und mit Inhalten aus anderen anderen Diensten befüllen. Das kann ganz ansehnlich werden (Beispiel: unsere home_facebookLandwirtschaftsministerin, die einen in dieser Beziehung sehr aktiven Assistenten hat), erfordert aber zumindest am Anfang etwas Zeit. Oder man unterstützt Gruppen (wie diese Gruppe der CSU) oder Fanseiten wie die für unseren MP Seehofer oder für unseren jungen Wirtschaftsminister. Facebook ist ein Goodie – so wie seit einigen Jahren jeder Kreispolitiker eine eigene Homepage hat -  aber ernsthafte politische Vorteile hat niemand dadurch, auch wenn der Vorteil, eigene Informationsnetzwerke aufzubauen und andere Mitglieder an sich zu binden, nicht unterschätzt werden darf.

Daneben gibt es noch ein Vielzahl anderer Netzwerke, von denen in der Bedeutung aber keines an Facebook heranreicht. Weder die skandalträchtige VZ-Gruppe noch das dezidiert “unpolitische” Xing lassen sich hier ernsthaft vergleichen. Bei dieser Gelegenheit würde ich gerne noch auf abgeordnetenwatch.de hinweisen. Das gehört zwar nicht zum sogenannten Web 2.0, nur wer seine politische Reputation als MdL oder MdB aufpoliert sehen möchte, sollte mich immer fragen, ob er alle dort ernsthaft gestellten Fragen auch mit der gebotenen Höflichkeit, Ausführlichkeit und Prägnanz beantwortet hat.

Daneben hinaus bietet das Web 2.0 ideale Möglichkeiten, um Bilder (z. B. Flickr) oder Lesezeichen (z. B. mit delicious oder Mister Wong) zu transportieren. Es ist doch sehr viel einfacher und bietet deutlich mehr Öffentlichkeit, die Eindrücke z. B. eines Messebesuchs oder einer Bürgerstunde (Abbildungsrechte beachten) über ene solche Seite zu veröffentlichen als über die eigene Homepage. Genauso kann ich andere Leute über meine Lesezeichen bei del.icio.us oder Mister Wong auf interessante Webseiten oder Zeitungsartikel aufmerksam machen. In den meisten Fällen reichen dazu wenige Klicks – praktisch und effizient.

Die Sozen glauben ernsthaft, Obama sei gewählt worden, weil er “getwittert” hat und über ein Profil oder eine Seite bei Facebook verfügt. Das ist natürlich Schmarrn, aber an irgendetwas müssen sich ja die roten Atheisten festhalten. Obama war in der Lage,  mit den hier beschriebenen Medien seine Anhänger zu mobilisieren, und das vor allem bei den Vorwahlen. Das ist an sich lobenswert, steht aber im engen Zusammenhang mit den US-amerikanischen Besonderheiten.

Kurz gefasst lässt sich zu diesen neuen Seiten sagen:

Präsenz und Flagge zeigen – ja gerne. Glauben, dass man damit eine Wahl gewinnt – besser nicht.

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Mit Verspätung kurzer Glückwunsch an CDU-Politik.de -1000 Artikel müssen erst einmal geschrieben werden.

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