Nachdem ja selbst der rot-grüne Münchner Stadtrat 85.000 Gründe gegen einen Moscheebau frei Haus geliefert bekam und die Islamkonferenz nicht ohne aktives Zutun des Innenministers und der (gar nicht so repräsentativen) islamischen Verbände mehr oder weniger gescheitert ist, legt die (als Kritikerin von besagter Konferenz ausgeladene) Sozialwissenschaftlerin Necla Kelek in der FAZ nach:

Der Innenminister muss konsequent bleiben, und die Islamkonferenz muss im Zweifel auch ohne diese Verbände stattfinden. Man darf sich nicht von ihnen abhängig machen, Integration und der Diskurs über einen zeitgemäßen Islam sind zu wichtig. Eigentlich müsste die Regierung dieses Landes uns Muslime vor diesen klandestinen Interessen besser schützen als bisher.

Auch interessant, dass in der ach so tollen Duisburger Moschee inzwischen die Hardliner das Sagen haben. Das erweckt den Eindruck, als ob in diesem Falle Integration und Multikulti für die muslimische Gemeinde nur so lange ein Thema war, wie die öffentlichen Gelder flossen. Man sollte daraus lernen.

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Kleine Übersicht in der Welt:

Offiziell herrscht in der Türkei Religionsfreiheit – aber noch immer gibt es zahlreiche Beeinträchtigung, so das staatliche Verbot, Pfarrer und Religionslehrer auszubilden. Christliche Studenten können Theologie heute nur noch an islamisch-theologischen Fakultäten studieren, und Pfarrer müssen türkische Staatsangehörige sein oder sich als Diplomaten ausweisen. Auch die Renovierung alter Kirchen ist durch juristische Schikanen erschwert, Enteignungen von Kirchengütern noch immer Praxis.
Christen werden gegenüber Muslimen, die uneingeschränkte Kultusfreiheit genießen, grundsätzlich benachteiligt: Bibeln und religiöse Traktate dürfen auf den Straßen nicht verteilt werden, Prozessionen und christliche Straßenfeste sind verboten, die Behörden erteilen christlichen Rundfunksendern grundsätzlich keine Lizenz.

Ohne weitere Worte.

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