Kleine Ergänzung und Fortsetzung dieses Artikels.

eigentümlich frei (ef-magazin.de)

Gerade in den letzten Wochen hat sich im Rahmen der Griechenlandkrise eine Publikation immer wieder wohltuend hervorgetan. die Rede ist von eigentümlich frei, einer Publikation, die marktliberale (manchmal ein wenig arg) bis konservative Standpunkte vertritt, gerne (und das ist wichtig) mit Fakten und Hintergründen versehen. Muss man nicht alles glauben, aber Denkanstöße gibt es hier im dreckigen Dutzend.

Denken für die Freihiet (liberalesinstitut.wordpress.com)

Grundsätzlich sehr, sehr  schwieriges Blog, weil von der doofen Konkurrenz (der mit dem polnischen Außenminister). Wenn aber schon sozialistische und kryptosozialistische Ideen in Landesverbänden der CDU fröhliche Urständ feiern, muss man sich seine marktliberalen und wirtschaftsfreundlichen Argumente halt woanders suchen. Auch hier gilt: Nicht alles glauben, linksliberalen Schmuh überlesen, mitdenken und anders als bei ef beim Lesen die Gummihandschuhe anbehalten.

Fortsetzung wird folgen, Lesevorschläge gerne gesehen.

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Wir hatten hier ja bereits Artikel zu Web 2.0 verfasst, jetzt wollen wir in einem kurzen Abriss beispielhaft darauf hinweisen, wie diese Anwendungen genutzt werden können.

Es wird ja gerne gelästert, dass das Web 2.0 vor allem von denjenigen benutzt werden, die ausreichend Zeit dafür aufbringen. Der volle Terminkalender eines Politikers – gleich auf welcher Ebene – steht häufig im Widerspruch zu den möglichen Aktivitäten auf Twitter, Facebook oder im eigenen Weblog – es sei denn, man sieht sich in der Lage, diese Mittel auch effizient zu nutzen. Dieser Begriff von Effizienz hat dabei zwei Sinnebenen:

- Effizient im Sinne von Mehrwert. Ein Weblog oder Twitter kann auch dazu missbraucht werden, um Pressemitteilungen bzw. Verweise darauf unter das Volk zu streuen. Nur lesen wollen wird die kaum jemand. Einen Mehrwert schaffe ich nur, wenn ich in der Lage bin, meine Inhalte positiv zu vermitteln und – wo ich es möchte oder es für sinnvoll halte – in einen aktiven, konstruktiven Dialog mit Anderen zu treten.

- Effizient im Sinne eines geringen Aufwands. Sicher zählt dazu das Verwenden mobiler Endgeräte, die quasi prädestiniert für einen Dialog via Twitter sind. Aber auch – und darum wird sich dieser Artikel drehen – um mit wenig Aufwand viel Inhalt zu vermitteln. Social Bookmarks eignen sich dazu hervorragend.

Social Bookmarks – Grundfunktionen

Social Bookmarks haben neben den hier im Vordergrund stehenden Funktionen noch weitere Vorteile, z. B. beim Wissensmanagement und der Recherche. Wenn ich mich als Politiker etwa für den Wohnungsbau im Landkreis Rosenheim interessieren sollte, so kann ich Internetquellen und Lesezeichen dazu bei einem der Anbieter (mehr dazu unten) ablegen und mit den Schlagwörtern (neudeutsch Tags) wohnungsbau und rosenheim versehen. Ich kann die einzelnen Quellen auch mit weiteren Schlagwörtern versehen, z. B. den einzelnen Stadtteilen oder Gemeinden, dem betroffenen Jahrzehnt oder weiteren Merkmalen versehen. Wenn ich diese Recherche auf andere Landkreise oder andere Themen ausweite und dabei die Verschlagwortung intelligent einsetze, kann ich meine Quellensammlung immer wieder unter verschiedenen Gesichtspunkten strukturieren und auswerten. Ebenso kann ich einsehen, welche öffentlichen Lesezeichen andere Benutzer zu den von mir gewählten oder anderen Schlagwörtern abgelegt haben. Mithilfe der RSS-Feeds kann ich verfolgen, welche neuen Lesezeichen mit einem Schlagwort versehen werden. Meine Sammlung kann ich bei den meisten Anbietern zudem auch als (öffentliche oder private) Gruppe oder Liste führen.

Diese Art der Lesezeichenorganisation erleichtert nicht nur die Arbeit in Gruppen, sondern ermöglicht auch eine Verwendung über mehrere Plattformen hinweg, d. h. Lesezeichen können zwischen mehreren Rechnern quasi synchronisiert werden – hier gibt es verschiedene Lösungen, zudem bieten alle größeren Anbieter auch Erweiterungen für Navigatorenprogramme an.

Das gewisse Extra…

Interessant wird Social bookmarking vor allem dann, wenn ich damit einen weiteren Kommunikationskanal öffnen kann. So können zwei von mir empfohlene Dienste (siehe unten) Lesezeichen an Twitter senden.

Ein Beispiel: Ich echauffiere mich über einen Artikel in der FAZ. Nun könnte ich einen Leserbreif schreiben (das wäre quasi Web 0.1), ich könnte dazu eine (statische) Seite meiner Homepage dazu gestalten (Web 1.0), einen Eintrag in mein Weblog setzen (Web 1.99) oder die Seite bei meinem SB-Anbieter mit einem Kommentar versehen ablegen und beim Ablegen mit einem Klick gleichzeitig an Twitter senden. Das Ganze ist dann hier gelandet (der Kommentar ist natürlich nicht intelligent, aber ist ja nur ein Beispiel) und hat – anders als die drei zuerst genannten Möglichkeiten – nur wenige Sekunden gedauert, zudem landet der Verweis auf den Artikel hier im Seitenmenü. Natürlich sollte das Einstellen von Links mit Kurzkommentaren auf Twitter keine kommunikative Einbahnstraße sein – Sie sollten auch die Antworten (Replies) darauf lesen und ggf. antworten.

So kann ich meine Internetpräsenz bzw. mein Weblog mithilfe von Social Bookmarks und RSS-Feeds um Inhalte erweitern, indem ich regelmäßig kommentierend auf interessante Seiten verweise (hier im Seitenmenü unter Schnellverweise aufgelistet). Diese Erweiterung kann und sollte als weiterführende Vernetzung umgesetzt werden. Die Lesezeichen lassen sich leicht in aggregierende Dienste wie Lifestream.fm oder Friendfeed einbinden. Dabei sollten Redundanzen möglichst vermieden werden (man kann ein Lesezeichen beim Anbieter X speichern; wenn der Anbieter dann z. B. auch bei Twitter und bei Facebook eingebunden ist, wird das Lesezeichen auf Friendfeed gleich dreimal angezeigt).

Gut gebrüllt. Wo kann ich das jetzt ausprobieren?

Wer nun Social Bookmarking nutzen möchte, kann aus vielen verschiedenen Anbietern wählen. Ich empfehle entweder Mister Wong oder Diigo. Beide Anbieter unterstützen das optionale Senden der eigenen Lesezeichen an Twitter. Mister Wong hat den Vorteil einer deutschen Oberfläche und eines in Deutschland beheimateten Dienstes. Diigo hingegen hat den Vorteil, dass die Lesezeichen optional an weitere Anbieter wie z. B. den größten, aber spartanischen Anbieter delicious.com zu senden (dazu muss man bei diesen Anbietern ebenfalls ein kostenloses Benutzerkonto einrichten) und somit eine weitere Streuung der eigenen Lesezeichen zu erreichen.

Social bookmarking und seine zahlreichen Facetten und Möglichkeiten konnten in diesem Artikel nur angerissen werden – daher mein Tipp: einfach anmelden und ausprobieren!

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Ich mag mich gar nicht lange dran aufhalten und nur am Rande bemerken:

Wer eine politische Kampagne durch kindische Wortspiele auf das Verhunzen eines Namens fokussiert, schadet seiner Sache. Zwar halte ich die Sperrpläne der Großen Koalition alleine deswegen für falsch, weil sie recht einfach zu umgehen sind. Das aufgebaute Szenario – jetzt würden alle mißliebigen Meinungen zensiert – ist aber dermaßen an den Haaren herbeigezogen, dass es wehtut. Schließlich sind ja alle weiteren Gewalten in diesem Staat damit nicht ausgeschaltet. Von diesem dämlichen Wortspiel mit dem Vornamen unserer Familienministerin einmal ganz abgesehen.

Und die Piratenpartei, die derzeit soviel Öffentlichkeit erfährt, die sich aber wie viele andere Ein-Punkt-Bewegungen totrennen wird. Wofür steht die Piratenpartei außerhalb der Medienpolitik? Eben, genau, man weiß es nicht. Oder möchte es besser gar nicht erst wissen. Mittendrin die tragische Figur Jörg Tauss (für den in Sachen Kinderpornographie weiterhin die Unschuldsvermutung gilt, der aber durch seine eingestandenen „Ermittlungsversuche in der Szene“ ein sehr seltsames Ego offenbart).

Nachtrag: zur PP siehe auch dort.

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Wäre ja ein nettes Ergebnis bei den anstehenden Wahlen, die Zahl steht allerdings für meine parteipolitischen Präferenzen, die hier ermittelt wurden.

Dahinter?

71,7 % CDU (kaum zu fassen), 63,3 % FDP (wen wundert’s?), 50,8 % SPD (Verleumdung!) und 44,6 % Grüne (dito).

Ausprobieren!

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Mit Verspätung kurzer Glückwunsch an CDU-Politik.de -1000 Artikel müssen erst einmal geschrieben werden.

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