Das Auswärtige Amt in liberalistischer Hand war schon immer ein Ärgernis. In den letzten Monaten ist es besonders arg.
Die ehemalig geschasste Generalsekretärien Pieper – die Personaldecke bei der FDP muss ja arg dünn sein – entblödet sich nicht, der Türkei einen Persilschein in Geschichtsklitterung auszustellen.
[,,,] die Regierung begrüße eine weitere Untersuchung der damaligen „tragischen Ereignisse“, die Bewertung aber sollte „unabhängigen Historikern“ vorbehalten bleiben. Die Aufarbeitung sei „in erster Linie Sache der beiden betroffenen Länder Türkei und Armenien“. Unter der damaligen Herrschaft des Jungtürkenregimes kamen nach Angaben von Wissenschaftlern bis zu 1,5 Millionen Armenier ums Leben.
Wahrscheinlich sind die alle versehentlich ins Messer gelaufen.
Ist das nun ein klares Signal an die Türkei, dass hier bereitwillig ein gar nicht so kleines Hindernis für eine Mitgliedschaft aus dem Weg geräumt wird? Als nächster Punkt werden dann die Menschenrechte unter den Teppich gekehrt, nach dem Motto “sooo übel ist das ja auch wieder nicht” oder “im Vergleich zum Iran ist das doch toll in der Türkei”.
Nachtrag: So geht das.



