GM zieht also in letzter Sekunde Opel wieder ins (sinkende?) Boot.
- Ein Jahr Beschäftigungstherapie für Politiker jeder Couleur. Sauber.
- Es standen Subventionen für eine Investorenlösung im Raum. Das ist etwas ganz Anderes als eine mögliche Subvention an GM. Eine Subvention an GM-Opel würde aber vermutlich einer Direktüberweisung nach Detroit gleichkommen. Die Einflussmöglichkeiten wären bei einer Investorenlösung leichter festzuzurren gewesen als bei GM, allerdings ist solchen ordnungspolitischen Taschnespielertricks gegenüber Skepsis angebracht.
- Massiven Sozialabbau gibt bzw. wird es bei beiden Lösungen geben. Ob Magna weniger massiv Standorte oder Arbeitsplätze abgebaut hätte – und sei es wegen einer neu ermittelten, niedrigeren Produktivität oder neuer Zahlen – darf mit deutlicher Skepsis betrachtet werden. Betriebswirtschaft ist Betriebswirtschaft, da helfen keine Pillen – und man sollte sich nicht vormachen, dass eine Investorenlösung keine vertraglichen Möglichkeiten zu schärferen Einschnitten geboten hätte.
- Die entscheidende Frage lautet ja, welche Änderungen die neue GM-Führung aus dem Hut zaubern möchte, um eine Phalanx an Problemen zu lösen (und die Frage hätte auch Magna sich gefallen lassen müssen, alleine schon wegen einer Vielzahl von Unbekannten). Es hätte unter Umständen Investoren gegeben (die Chinesen), die zumindest kurz- bis mittelfristig einen Umsatzschub hätten bedeuten können, bei denen aber die langfristige  Perspektive fragwürdig geblieben wäre.
Vielleicht ist es besser, dass einer der größeren ordnungspolitischen Sündenfälle der GroKo sich so mehr oder weniger in Luft auflöst. Wir werden ja sehen, ob GM seinen Kredit bis Ende November fristgerecht zurückzahlen wird. Ich wette gerne dagegen.



