opel1GM zieht also in letzter Sekunde Opel wieder ins (sinkende?) Boot.

  • Ein Jahr Beschäftigungstherapie für Politiker jeder Couleur. Sauber.
  • Es standen Subventionen für eine Investorenlösung im Raum. Das ist etwas ganz Anderes als eine mögliche Subvention an GM. Eine Subvention an GM-Opel würde aber vermutlich einer Direktüberweisung nach Detroit gleichkommen. Die Einflussmöglichkeiten wären bei einer Investorenlösung leichter festzuzurren gewesen als bei GM, allerdings ist solchen ordnungspolitischen Taschnespielertricks gegenüber Skepsis angebracht.
  • Massiven Sozialabbau gibt bzw. wird es bei beiden Lösungen geben. Ob Magna weniger massiv Standorte oder Arbeitsplätze abgebaut hätte – und sei es wegen einer neu ermittelten, niedrigeren Produktivität oder neuer Zahlen – darf mit deutlicher Skepsis betrachtet werden. Betriebswirtschaft ist Betriebswirtschaft, da helfen keine Pillen – und man sollte sich nicht vormachen, dass eine Investorenlösung keine vertraglichen Möglichkeiten zu schärferen Einschnitten geboten hätte.
  • Die entscheidende Frage lautet ja, welche Änderungen die neue GM-Führung aus dem Hut zaubern möchte, um eine Phalanx an Problemen zu lösen (und die Frage hätte auch Magna sich gefallen lassen müssen, alleine schon wegen einer Vielzahl von Unbekannten). Es hätte unter Umständen Investoren gegeben (die Chinesen), die zumindest kurz- bis mittelfristig einen Umsatzschub hätten bedeuten können, bei denen aber die langfristige  Perspektive fragwürdig geblieben wäre.

Vielleicht ist es besser, dass einer der größeren ordnungspolitischen Sündenfälle der GroKo sich so mehr oder weniger in Luft auflöst. Wir werden ja sehen, ob GM seinen Kredit bis Ende November fristgerecht zurückzahlen wird. Ich wette gerne dagegen.

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Kaum zu fassen:

Die Nachfrage nach der Abwrackprämie für Altautos übersteigt das ursprünglich von der Bundesregierung vorgesehene Budget bei weitem. Insgesamt lägen mittlerweile mehr als eine Million Anträge und Reservierungen für die Prämie vor, teilte das zuständige Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) mit.

Mehr als eine Million Anträge auf Abwrackprämie

Ist ja ganz nett, wenn die weihnachtliche Stimmung der Politiker schon im März einsetzt, aber in Anbetracht der Entwicklung sollte man ernsthaft darüber nachdenken, a) was nach der Prämie kommt – 2010 wird ja wohl kaum jemand ein Auto kaufen wollen und b) warum die Regelung nicht ein Deut dahingehend geändert wurde, bevorzugt deutsche Autos zu fördern. Zwar verdienen Ford, VW und Opel (sowie einige deutsche Zulieferer) momentan recht gut an der Prämie, machen aber zusammen wohl nicht mehr als die Hälfte der Anträge aus. Und zumindest bei Opel weiß man ja jetzt, wo das Geld versickert (noch).

Vielleicht sollten die mit einer Prämie erworbenen Autos deutlich mit einem großen Aufkleber gekennzeichnet werden. Schließlich wollen wir ja auch mal sehen, wo unsere Steuern bleiben.

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Hier gibt es ein interessantes Interview.

Ford hat das durch strikte Kostenkontrolle und durch eine wohl überlegte Modellpolitik geschafft. Einige Werke sind sehr flexibel, so dass auf einer Linie mehrere Modelle gleichzeitig gebaut werden können. Und Ford hat die Kooperation gesucht: Etwa beim Ford Ka, der auf der gleichen Plattform läuft wie der Fiat 500. Die Mutter hat die Tochter ein klein wenig eigenständiger agieren lassen. Das war einfach in der Summe besser als das, was man bei GM gemacht hat. GM Europe steckt dagegen seit Jahren in den roten Zahlen.

Soviel zum den Themen „unternehmerisches Geschick“ und „Missmanagement“.

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Ich bin ja nach wie vor sehr skeptisch, was eine mögliche Rettung des Autobauers Opel angeht (siehe hier).opel1

Jetzt scheint etwas Bewegung ins Spiel gekommen zu sein, ernüchternd ist allerdings die Aussage, dass General Motors “zumindest für März noch zahlungsfähig” sei. Dass ein wie auch immer gearteter Finanzinvestor weder bei General Motors in Detroit noch bei Opel in Rüsselsheim Rücksichten auf nationalpolitische Befindlichkeiten nehmen wird, sollte relativ klar sein. zumal die große Gefahr besteht, dass Opel zum Opfer einer Spekulation werden könnte.

Meines Erachtens sollte weiterhin Skepsis angebracht sein. Dazu gehört auch, dass unser Wirtschaftsminister nicht den leichten, populistischen Weg geht, auch wenn der Frank ohne Walter sich derzeit als Klassenkämpfer versucht – wohl erfolglos, zu durchsichtig sind seine Worthülsen.

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…ist ein billiges Wortspiel. Hier war es in den letzten Wochen recht ruhig, dafür habe ich die Zeit genutzt und hier und dort zweimal Profil bei der kleinen Schwesterpartei gezeigt, die braucht ja ein wenig davon.
Zu Opel empfehle ich auch diesen Artikel, der allerdings ein wenig sozialpolitische Korrektur bräuchte. Wirtschaftspolitisch ist dem kaum etwas hinzuzufügen.

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