Im Konflikt um die Klagemauer auf der Kölner Domplatte und dort ausgestellte antisemitische Karikaturen hat sich die Kölner Fraktion der Linkspartei eine richtig schöne Blöße gegeben. Es ist immer schön mitzuerleben, wenn Linksextremisten so oder so, vor allem aber aus Dummheit ihre hässliche Fratze zeigen.

Auslöser war eine Anfrage von Gerd Buurmann an die Ratsfraktionen, die sich auf diese Karikaturen bezog. Fazit zur Linken:

Ja, so ist sie die LINKE. Wenn ein Bürger eine Frage stellt, dann wird er so lange zwischen den Zuständingen hin und her gereicht, bis er die Lust verloren hat. Wenn auch das nichts mehr hilft, dann fordert Die LINKE den Bürger einfach auf, korrekter zu fragen, vorher gibt es keine Antwort. Bei der LINKEN hat der Bürger sich den Normen der Partei anzupassen, nicht umgekehrt.

Da eine weitere Stellungnahme scheinbar ausgeblieben ist, stellt sich – ganz abgesehen von den doch recht absurden Zensurwünschen auf fremden Websites – die berechtigte Frage, wie antisemitisch die Linkspartei denn nun wirklich ist?

Ich fürchte, die Antwort bereits zu kennen (Hinweis via AdG).

Oder um es mit den Worten Broders auszudrücken (aus einem anderen Kontext, aber zur gleichen Partei):

So möchte Hermann Dierkes aus Duisburg [von der Linkspartei, Anm. d. Red.] den Nahen Osten vom Dogma eines jüdischen Staates befreien, die zweitbeste Idee, seit ein paar seiner Vorfahren mit dem Plan, Europa zu entjuden, gescheitert sind.

Ohne weiteren Kommentar.

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Weil die Debatte langsam öde und recht doppelbödig bis bigott ist und gerade die Multikulti-Anhänger bis weit in die SPD hinein ideologisch (falls man das als Ideologie bezeichnen möchte) verblendet sind.

Clemens Wergin in der Welt:

Wer aber die Religionsfreiheit nur für sich entdeckt, um am Beispiel Schweiz politische Gesinnung zu beweisen, sei darauf hingewiesen, dass es weit dringlicher ist, diesem Menschenrechtsprinzip überall dort zum Durchbruch zu verhelfen, wo es wirklich im Kern gefährdet ist. Und das betrifft eben gerade weite Teile der muslimischen Welt.

Oder aber Bernd Zeller:

Selbst wenn man es für stichhaltig hält zu sagen, die Situation woanders kann nicht der Maßstab für unsere Grundrechte sein, muss man doch fragen, woher Erdogan und Konsorten die Unverschämtheit nehmen, der Schweiz Faschismus vorzuhalten, ohne die Gegenfrage zu bedenken: Und was ist das dann bei euch?

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…wäre ein recht saloppe Umschreibung für die letzten 30 Jahre Iran-Politik, die beim Herrn Steinhöfel informativ zusammengefasst werden, wenn auch unter dem moderateren Titel 30 Jahre Schach mit Affen.

Die naive Aussenpolitik der aktuellen US-Administration fügt sich nahtlos in die der vergangenen dreissig Jahre ein. Sie wirkt wie ein schales Aufwärmen der kläglichen Versuche von Jimmy Carter, mit einem, erst recht nach den „Wahlen“ vom Juni, völlig deligitimierten Regime ins Geschäft zu kommen, zu dessen wesentlichen Glaubenssätzen der Ruf „Death to America“ gehört.

Erinnert sei in diesem Kontext auch an den Eiertanz rund um die WM 2006, als dieser Irre auf Teheran uns als Schlachtenbummler besuchen wollte. Broder verwies bereits darauf, dass einzig Edmund Stoiber und Günter Beckstein den Despoten zur persona non grata erklärten, alle anderen freuten sich über die eventuellen Möglichkeiten eines Dialogs. Wie der ziemlich oft aussieht, darf man nun nochmals bei Steinhöfel nachlesen.

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…tja, der EuGH wird unter Umständen ein mehr als fragwürdiges Urteil gegen israelische Produkte (via AdG) aussprechen:

Denn die inzwischen rund 40.000 Einwohner zählende Stadt Ma’ale Adumim, der Sitz des Unternehmens Soda Club, gehört zu den wenigen israelischen Siedlungen, die sowohl nach dem Friedensplan des damaligen US-Präsidenten Bill Clinton vom Dezember 2000 als auch nach den Vorstellungen der nicht nur hierzulande so euphorisch begrüßten Genfer Initiative bestehen bleiben und dem israelischen Kernland angegliedert werden sollten – im Austausch gegen den Palästinensern zu überantwortende israelische Ländereien nahe dem Gazastreifen und im südlichen Westjordanland. Dass es zu diesem Tausch bis heute nicht kam, liegt daran, dass die palästinensische Seite noch jede Friedensverhandlungen torpedierte und neuerlich zum Terror griff – nötigenfalls im allerletzten Moment.

Eine verspätete Billigung des palästinensischen Bomben- und Raketenterrors durch ein kleines Zollamt und den EuGH. Na sauber.

Die basisdemokratische Hamas hat im Gazastreifen Wahlen schlicht und ergreifend… verboten.

Vielleicht wäre das ja einmal ein kleiner Anlass für die EU, den Geldhahn für diese… Leute einfach mal zuzudrehen. Wer nicht will, der hat schon.

Natürlich ist das für unsere Menschenversteher und Gutmenschen nur wieder ein riesiges Missverständnis. Claudia Roth wird sicher vorschlagen, auch in der Bundesrepublik die eine oder andere Wahl einfach mal zu verbieten und das unter “kultureller Bereicherung” zu verbuchen. Hurra.

Weil es so schön ist, auf vielfachen Wunsch nochmals.

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… ist auch das Problem der westdeutschen Pazifisten. Schön, dass die Kanzlerin zum Gaza-Konflikt deutliche Worte gefunden hat, würde man sich öfter auch in anderen Fragen wünschen.
Über die Dummheit und Unverfrorenheit sogenannter Pazifisten könnte man sich stundenlang echauffieren. Tatsächlich würden sie jetzt schon gerne die Juden nicht unbedingt ins Gas, wie bereits mehrfach auf europäischen Demos in Sprechchören gefordert, so aber zumindest ins Meer treiben. Wollte ja auch schon der alte Arafat.
Gerade jetzt offenbart sich – wie Broder ja schon früh erkannte – dass der Unterschied zwischen Antisemitismus und Antizionismus eigentlich nur virtuell besteht. Das legitime Recht der Israelis auf Selbstverteidigung wird gegen den Zwang ausgetauscht, sich gefälligst beschießen und bebomben zu lassen. Gestern Selbstmordattentate, heute Kassam, morgen die iranische Atombombe. Muss man auf Gegenwehr verzichten, weil der Gegner aus Schulen heraus Bomben wirft und die Zivilbevölkerung das ja anscheinend ganz in Ordnung findet? Hat das angebliche „KZ“ Gazastreifen (dieser Vergleich ist natürlich eine politische Entgleisung) nicht jahrelang EU-Subventionen in fast schon unanständiger Höhe erhalten (was mit dem Geld auch immer geschehen ist)?
Die Pazifisten, die heute über die Straßen latschen, juckt das alles nicht. Immerhin, es gibt zwei Artikel, in denen das in recht einfachen Worten ganz gut auseinander gesetzt wird:
- Immer Ärger mit den Juden
- If Mexico shelled Texas, like Hamas shells Israel
Vor diesem Hintergrund haben wir uns entschieden, im Seitenmenü unsere Solidarität mit Israel noch deutlicher zum Ausdruck zu bringen.

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…wären auch mal eine Maßnahme. Dem Realitätsverlust sozialdemokratischer und grüner “Außenpolitiker” lässt sich nur selten Humor entgegen stellen. Daher hier nur ein Verweis auf den LoI:

Nachfrage im Interview: “Worüber reden sie denn so mit der Hamas? Frauenrechte? Sagen Sie denen; ‘lasst uns ein Frauenhaus bauen’ und dann sagen die; ‘macht mal’?”

Traurige grüne Figur – Letter of Intent