Es wird der jungen Ministerin gewiss nicht leicht fallen, sich in ihr neues Amt einzuarbeiten. Empfohlen sei ihr aber, sich mit den reichlich abstrusen Maßnahmen ihres Ministeriums auseinanderzusetzen, die mit fragwürdigen Wettbewerben seltsame Aidswerbung an Sechstklässler verkauft. Ellen Kositza, Trägerin des Gerhard-Löwenthalpreises 2008, setzt sich wie gewohnt gekonnt mit dem Thema auseinander:
Live ist da natürlich nichts, wo kämen wir hin, lebensnah gleichwohl, und natürlich superwitzig und frech. [...] Dadurch zeichnen sich ja bereits die offiziellen Bilder der „Liebesort“-Kampagne aus: Vollgerotzte (?) Taschentücher neben der Matratze, ein Schlüpfer im used-Look neben einem Apfelgriebsch auf dem Frühstückstisch, usw, usf. [...] Die durchs Familienministerium gesponserte Aidswerbung, mit der wir Schulkindeltern uns auseinandersetzen müssen und das Urteil gegen jene Familie zusammen ergeben ein Bild von Absurdistan.
Vielleicht sollte Kristina Köhler ihr (kolportiertes) liberales Familienbild nochmals überdenken.




Welches Familienbild? Die Homo-Ehe? Dafür macht sie sich offenbar stark. Zu einer eigenen Familie hat es scheinbar noch nicht gereicht.
Nun ja, absurder als unter von der Leyen kann es auch nicht werden. Das hoffe ich zumindest.
Die Familienpolitik von Frau von der Layen war erstklassig. Sie hat viele gute Dinge im Land erreicht und hat den Stand für Familien in Deutschland verbessert.
Das war nicht immer leicht für den konservativen Flügel der Union, der sein Familienbild “Arbeitender Vater, Hausfrau & Mutter, und viele Kinder” wie eine Monstranz vor sich herträgt.
Augen auf. Man kann ein Ideal haben. Ideologie hilft nicht.
Macht doch mal locker und vor allem die Augen auf. Homo-Ehe gefährdet doch nicht das traditionelle Familienbild. Wie sollte es das? Die, die sich Verpartnern, bleiben dem “1. Hochzeitsmarkt” ohnehin fern.
Es soll auch Kinder geben, die unehelich geboren werden. Sollten wir das verbieten? Die Diskussion wird lustig.
Wenn ein Einkommen nicht reicht, muss ein Zweites her. Kinder müssen aber betreut sein und das auch gut und effektiv.
Es gibt auch Ehepaare, die sich tatsächlich bewusst dafür entscheiden beide arbeiten zu gehen. Kaum zu glauben, aber es gibt Frauen, die Karriere jenseits des Haushalts entdeckt haben.
Wirklich asozial verhalten sich die, die doppelt verdienen und keine Kinder haben. Die schaden dem Land. Die müsste man viel stärker belasten.
Man sollte kinderlose Ehen und Homoehen steuerlich massiv belasten.
Und jetzt kommt mir keiner mit: Was ist mit denen, die keine Kinder bekommen können. Ja, das ist das Leben. Und das kann auch Politik niemals ändern.
ICh finde es schlimm, dass man sich in diesem Blog als Christdemokrat schon fast linksextrem fühlen muss.
Mit einem christlichen Weltbild – das man als Unionsmitglied ja meist hat – lehnt man gemeinhin die Gleichstellung von gleichgeschlechtlichen Partnerschaften ab. Die Ehe ist aus christlicher Sicht auch ein Sakrament, keine Fortsetzung des Dark Rooms mit anderen Mitteln.
Und übrigens schön, dass wir bereits jetzt Steuern für die Rentenansprüche aus “Homo-Ehen” zahlen dürfen.
Was die ehemalige Familienministerin angeht, sei nur darauf hingewiesen, dass es nur wenige Gesetze gibt, die so wenig durchdacht und weltfern wie das Elterngeld sind – ich verweise nur auf die zweimonatige Vaterzeit. Außer für eine Handvoll sozialdemokratischer Studienräte geht das so richtig schön an der gesellschaftlichen Realität vorbei, für die Geburtenrate hat es eh nichts gebracht, sehen wir mal von den Bevölkerungsschichten ab, für die Kinder ein reines Zusatzeinkommen sind. Allerdings haben die vorher auch nicht weniger oder mehr Geld bekommen.
Was ist denn mit den Müttern, die sich bewusst für die Kindeserziehung entscheiden? Denen wird jetzt auch noch das Betreuungsgeld verwehrt. Dass bestimmte Bevölkerungsgruppen vom Betreuungsgeld ausgenommen gehören oder nur Sachleistungen erhalten sollten, versteht sich – denke ich – von selbst (Stichwort Buschkowsky-Kritik am “Versaufen” und der “Oma aus Anatolien”).
@ Torsten: Weißt Du, warum der CDU die Wähler weglaufen:
Wir reden an ihnen vorbei. Haben ein Bild von Gesellschaft, dass gar nicht real ist.
Das die Ehe aus römisch-katholischer Sicht ein Sakrament ist, weiß ich. Aber was ist die Ehe denn für den Staat? Welchen Zweck hat sie? Warum wurde die Zivilehe eingeführt.
Wenn man sich das mal bewusst macht wird man ruhiger. Als römnischer Katholik ist mir klar, dass die Kirche Ehe und Familie hochhalten muss. Ich finde das auch gut.
Aber dieses Bild von Familie ist bei der Mehrheit überholt und entspricht nicht der Realität. Aufgabe von Familienpolitik muss es sein, Kinder die besten Startmöglichkeiten zu geben. Die wenigen Kinder, die wir haben, müssen leistungsfähig sein, sonst bekommt die Gesellschaft ein Problem.
Ich bin für die Wahlfreiheit. Familien müssen wählen können, wie ihre Kinder betreut werden. Das ist ein Grundrecht der Eltern. Aber der Staat muss auch vorsorgen, damit seine Angebote nicht missbraucht werden. Elterngeld ist schön und gut. Aber ich glaube wirklich, dass Bares am Sinn des Ganzen vorbeigeht. Ich rede jetzt nicht von “Oma aus Anatolien”. Ich rede von der deutschen Unterschicht. Die gibt es nämlich auch. Und die wächst. Ich will jetzt nicht Missfelder zitieren, aber der hat da eine richtige Aussage zum Thema Alkohol und Zigaretten getroffen.
Das Elterngeld ist gut gemeint. Und auf den ersten Blick auch gerecht. In der Praxis wird es aber überwiegend missbraucht werden. Da bin ich sicher.
Nur Mal so als Frage:
Wer ist hier antiquiert?
Wissen Sie nicht, dass es heute schon so ist, das die meißten Jugendlichen im Alter von 11 – 12 Jahren das erste mal Sex haben?
Und das ist so im Bereich 6.te – 7.te Klasse…!
Abgesehen davon, ist es sehr sinnvoll, schon in jungen Jahren die vermeintlich “unschuldigen Kinder” darauf hinzuweisen, welchen Gefahren sie sich
aussetzen, sollten Sie nicht verhüten.
Das Aids sich immer mehr ausbreitet liegt wohl unter anderem auch an solch erzkonservativen Ansichten wie sie hier vertreten werden.
Es ist bedauerlich, wenn man sich die Kommentare durchliest.
Man könnte tatsächlich meinen, wir sind im 18.Jhdt stecken geblieben!
Armes Bayern arme CSU!
Für viele junge Menschen sind solche Kommentare schon unverständlich zu lesen.
Im Übrigen ich bin JU – Mitglied,
und bekennender Unterstützer der Kampange.
@CK
Ich bin für die Wahlfreiheit. Familien müssen wählen können, wie ihre Kinder betreut werden.
Eben genau. Was haben Mütter, die bewusst zuhause bleiben (und deren Ehemänner), wenn für Steuermillionen Kita um Kita hochgezogen wird? Das ist einer der Beweggründe der CSU, das Betreuungsgeld als fairer Ausgleich einzubringen.
@Traumtänzer
Es geht nicht darum, Aufklärung in diesem Alter zuzugestehen, sondern um die pomadige, wenn nicht promiskuitive Art und Weise. Aids-Aufklärung ist wichtig, aber doch nicht so – das war wohl eher eine ABM-Maßnahme für einen frustrierten Redakteur mit grünem Parteibuch (und auch für den gilt “Rechtschreibprüfung rules”, weiß auch nicht, warum mir das gerade jetzt einfällt).
@Torsten:
Wie bitte stellen Sie sich denn eine “konstruktive” Aufklärungskampange vor, die auch bei den “Heranwachsenden” ankommt?
Leider sind wir heute auf einem Niveau gelandet, wo man plakativer denn je mit den Themen umgehen muss um zum nachdenken anzuregen.
Und mal ganz ehrlich, bitte wo – um alles in der Welt – ist diese Kampange promiskutiv?
Konstruktiv heißt: keine abgefeimten, schmierigen Fotowettbewerbe mit lasziven Motiven und der Quasi-aufforderung, ihn jetzt mal “reinzustecken”. Sachlich, ohne falsche Scham, aber auch ohne indirekte Aufforderung zur besagten Promiskuität.
Da wäre die BZgA besser bei ihren Leisten geblieben.
@Torsten:
Da ist aber immer noch kein Inhalt drin. #
Kein Verbesserungsvorschlag!
Nur dagegenschießen.
Und mal ganz ehrlich, ich will Ihnen nicht persönlich nahe treten, aber Sie sind ja auch nur ein Mann – und aus diesem Grunde würde mich nur interessieren welchen Sprachgebrauch Sie als junger Heranwachsender benützt haben.
Zu meiner Zeit gab es auch schon AIDS-Aufklärung, da wurde aber ernsthaft mit den Jugendlichen gesprochen.
Mal zum Nachdenken: wenn Erwachsene sich mit Babies in der Babysprache, gilt das als pädagogischer Fehler, wenn Polizisten mit Ausländern in deren gebrochenen Deutsch reden, werden sie als Rassisten beschimpft, aber wenn Erwachsene mit Heranwachsenden in ihrer “supercoolen” (und von der Zielgruppe oft als hochnotpeinlich empfundenen) Sprache und Art kommunizieren, dann soll das richtig sein?
Ist es nicht, sondern es ist der Irrglaube sozialdemokratischer Sozialarbeiter, für den heute noch Steuermillionen verpulvert werden. Als Unionsmitglied sollte man auf solche weltdeutlerischen Anmaßungen nicht hereinfallen.
Zensursulas sog. “Familienpolitik” zum Wohle des Deutschen Volkes ist hier anschaulich dokumentiert:
“Immer mehr Kinder im Berliner Stadtteil Neukölln kommen mit angeborenen Behinderungen zur Welt.
Als Grund wird Inzest vermutet. Die Ehe zwischen Verwandten unter türkischen und arabischen Migranten ist weit verbreitet und ein Tabuthema. … ”
http://www.welt.de/vermischtes/article732888/
“Die Integrationsbeauftragte im Kanzleramt, Maria Böhmer, steht zu diesem Thema nicht für ein Interview zur Verfügung.
Die Jugend und Familienministerin Ursula von der Leyen auch nicht. Ihre Pressestelle erklärt uns den Grund, Zitat:
„Über das Ausmaß von Verwandtenehen in Deutschland liegen keine belastbaren Daten vor.“ Und deshalb sehe man auch keinen Handlungsbedarf.
Es gehört schon viel Energie dazu, all das alarmierende Material zu ignorieren, das es alleine im Internet zum Thema Verwandtenehe gibt.
Auch Ulla Schmidt – die Gesundheitsministerin – will mit dem Thema nichts zu tun haben. Ihre Pressestelle verweist uns zur Integrationsbeauftragten. … ”
http://www.rbb-online.de/kontraste/beitrag/2008/die_cousine_als_ehefrau.html
Leider müssen wir nicht mal Bayern verlassen um genug Schaden von Inzucht zu finden….!
Interessant nur, das man es mit diesem Thema in Verbindung bringt.
@Traumtänzer: Glückwunsch! Du bist der normale Bürger und genau das, was die CDU und die CSU brauchen. Aufgeschlossen, trotzdem wertebewusst. Nur bitte: Sachlich bleiben. Inzucht … naja …
@Torsten: In Deinen Aussagen stecken enorm viele Vorurteile. Ich finde es gar nicht schlimm, dass die Aufklärung in Sachen Sexualität unverkrampfter läuft. Und natürlich macht man Kondomwerbung möglichst zweideutig und anziehend. Irgendwie muss man die Dinger ja verkaufen. Mal ehrlich: Luststeigernd sind die nicht. (Die Aussage wird jetzt den konservativen Flügel reizen, ich kann es aber nicht ändern. Es ist eben so.)
Auf die Gefahr hin, dass ich mich wiederhole: CDU/CSU verlieren Stimmen, weil sie die Leute nicht mehr ansprechen. Gesellschaft hat sich gewandelt und wandelt sich weiter. Wir hinken naturgemäß immer hinterher, weil der Größte Teil der Mitglieder immer einer früheren Generation angehört. Das ist auch gut. Das sorgt für einen Ausgleich. Aber nicht alles, was neu ist, ist auch schlecht.
Wir sind Volkspartei. Noch. Ich will es bleiben.
@Ck
Die angebliche “supercoole” Sprache der o.g. Broschüre ist verkrampft. Es geht nicht gegen AIDS-Aufklärung, nicht gegen Kondome, sondern gegen diese anmaßende Art, mit Jugendlichen zu “sprechen”. Es geht in der Kampagne nicht um Kondome, sondern darum, Fotos von den Orten einzusenden, wo man es gemacht hat. Die gewählten Formulierungen waren zweideutig, keinesfalls aber anziehend.
Noch was zum Nachdenken: CDU und CSU verlieren Stimmen, natürlich. These 1 dazu wäre, dass die CDU/CSU zu konservativ und damit zu unmodern sei, also noch moderner werden müsse. Modern ist natürlich ein dehnbarer Begriff. These 2 dazu wäre, dass vor allem die Merkel-CDU einen schleichenden Prozess der Sozialdemokratisierung durchmacht, dass weit mehr konservative Wähler verloren als Wähler “in der Mitte” (wo immer das auch ist) gewonnen werden. Bei der Aufbereitung des BTW-Ergebnisses hat die CSU-Spitze These 2 mehr oder weniger freimütig eingeräumt.
Was heißt “Modernisierung” der Union? Opportunismus à la carte? Welchem Wandel müsste man denn inhaltlich Tribut zollen? Jeden Trend aufgreifen, Hauptsache, es könnten Stimmen dafür abfallen, Inhalte sind egal? Das ist mit Deinem Kommentar nicht gemeint, würde jedoch in letzter Konsequenz dahin führen.
Und wer sagt, dass man mit konservativen Inhalten keine moderne und erfolgreiche Politik machen kann?
Das ist gute Politik:
http://iobic.de/9822
Inhalte sind nicht egal. Aber auch Inhalte müssen jemanden ansprechen. Die Traditionatilsten und Konservativen in der Gesellschaft nehmen ab. Das ist so. Daran muss man nicht rumdiskutieren. Wenn die CDU also Volkspartei sein will, muss auch sie sich bewegen.
Im Übrigen: Konservativ kann man auch in der SE … eh der Linken sein. (Ich vertu mich immer noch bei dem neuen Namen
Auch “Modern” ist dermaßen schwammig, dass man das in so ziemlich jeder Partei sein kann.
Eine christliche Politik, die als Hauptgrundsatz hat, dass alle Menschen als Abbild Gottes, gleiche Rechte und Pflichten haben, kann nur die CDU. Allerdings vergessen wir das oder es uns gar nicht bewusst. Die Katholiken bemühen sich Rom zu folgen, und die Protestanten sind sowieso verkappte Katholiken (zumindest die in der CDU). Das ist aber falsch. Wir sind nicht das Zentrum.
Christlich ist auch Frau Käßmann. Das tut – zugegeben – weh. Aber wenn man sich das bewusst macht und sich auf das christliche Menschenbild konzentriert und weniger um die Nebenkriegsschauplätze, dann haben wir auch eine Chance wieder ordentliche Ergebnisse einzufahren.
Christliche Politik hat viele Vorzüge. Ein Christdemokrat ist nicht gefährdet, wenn es um Ideologien geht. Denen kann er nicht folgen, weil er weiß, dass das Paradies auf Erden nicht zu erreichen ist. Gleichzeitig ist es aber seine Aufgabe, das Beste draus zu machen.
Das ist ein Ansatz, der einen modern und zugleich konservativ sein lässt. Aber nicht beliebig. Wir können sowohl fortschrittlich, wie bewahrend wirken.
Und das ist auch gut so.
Die Traditionalisten und Konservativen in der Gesellschaft nehmen ab. Das ist so. Daran muss man nicht rumdiskutieren
Das ist so? Wo steht das? Im Spiegel? Hat das die Friedrich-Ebert-Stiftung herausgefunden? Ist das ein Ergebnis einer empirischen Studie? Ich halte es für verkehrt und anmaßend, das zur Grundlage einer “modernen” CDU-Politik zu machen (bei der CSU wird es sicher nimmer so weit kommen).
Es geht hier nicht um die reine Lehre. Man kann heute geschieden sein, ein außereheliches Kind haben oder das Leben einer Patchwork-Familie führen und trotzdem sehr bodenständig und konservativ sein. Leider aber entdeckt man als “Konservativer” viele kleine und große Sündenfälle in der CDU-Politik der letzten Jahre. Das ist schade und stößt viele Unionswähler vor den Kopf. Was die CSU angeht, ist das eine Sache für sich, hier kommt eine ganze Reihe strategischer und handwerklicher Fehler zusammen, deren Überwindung noch einige Jahre dauern kann, die aber zumindest im Ansatz von der cSU-Führung bereits erkannt worden sind (ob sie dann überwunden werden, ist noch eine andere Frage).
Masterfrage: Warum wurde gerade jetzt in der Union der AEK gegründet?
[...] oben genannte Kommentar fiel hier im Rahmen einer Diskussion Würde nicht verwundern, wenn er von sozialdemokratischer oder [...]
Schon mal was von Sinus-Studie gehört. Wenn nicht, wird es Zeit. Sonst machen wir auch bald Projekt 18.
@Torsten: Der einzige wirkliche Südenfall, der mit bekannt ist, war der Parteitagsbeschluss von Hannover, den Stichtag für embrionale Stammzellen zu verschieben. Das war ein Sündenfall. Ich war Delegierter. Mir tut dieses Ergebnis bis heute weh.