…bescheinigt mir wenigstens Henryk M. Broder Normalität:

Ein Volk, das sich von Günter Wallraff verarschen, von Carmen Nebel unterhalten und von Greenpeace erpressen lässt, das den Müll trennt und Ablassgeld für Reisen in die Karibik zahlt, ein solches Volk kann nur besser als sein Ruf sein. Denk ich an Deutschland, bei Tag oder bei Nacht, verhagelt es mir weder den Appetit noch den Schlaf.

Unbedingt lesenswert.

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Bisher 2 Kommentare

  1. Ich hab mit dem Text Broders Probleme, weil ich nicht weiß, ob ich mir dieses Deutschland wirklich wünsche.

    Ich antworte mal, wie ich immer antworte, wenn mir Deutschland durch den Kopf geht. Mit einem Fragment von Heinrich Heine:

    Deutschland

    Sohn der Torheit! träume immer,
    Wenn dirs Herz im Busen schwillt;
    Doch im Leben suche nimmer
    Deines Traumes Ebenbild!

    Einst stand ich in schönern Tagen
    Auf dem höchsten Berg am Rhein;
    Deutschlands Gauen vor mir lagen,
    Blühend hell im Sonnenschein.

    Unten murmelten die Wogen
    Wilde Zaubermelodein;
    Süße Ahndungschauer zogen
    Schmeichelnd in mein Herz hinein.

    Lausch ich jetzt im Sang der Wogen,
    Klingt viel andre Melodei:
    Schöner Traum ist längst verflogen,
    Schöner Wahn brach längst entzwei.

    Schau ich jetzt von meinem Berge
    In das deutsche Land hinab:
    Seh ich nur ein Völklein Zwerge,
    Kriechend auf der Riesen Grab.

    Das Gedicht geht weiter. aber einige Passagen wären heute politisch nicht mehr korrekt.

  2. [...] csu-blogger wies auf den folgenden, treffenden Satz Henryk M. Broders in der Welt hin: [...]

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