Dieser Artikel ist ein weiterer Baustein unserer (kleinen & unregelmäßigen) Artikelreihe zu Politik und Web 2.0.

Twitter ist mit Sicherheit nicht der wichtigste Service, über den aber seltsamerweise der größte Hype gemacht wird: Jeder Artikel im Anzeigenblättchen wird heute noch mehr Leser erreichen.  Ich hatte aber bereits an anderer Stelle dargelegt, welche Vorteile Twitter bietet (siehe dazu – von ganz anderer Seite – auch dieses Interview).

  1. Bei der Anmeldung nicht vergessen: Foto, Real Name, knackige Bio (mit Bezug auf die CSU natürlich). Gestalten Sie Ihren Twitter-Auftritt mit eigenen Farben und Hintergrundbild.
  2. Authentisch sein, offen sein. Everybody’s Darling ist everybody’s Depp.
  3. Cool bleiben. Twitter ist voll von Sozen und Grüngewaschenen, die nerven. Lassen Sie sich also nicht von “Zwischenrufen” provozieren. Unpassende Aussagen und Ausfälle Ihrerseits landen garantiert auf SPD-Blogs (liebe Sozen, auch Ihr werdets von uns im Auge behalten).
  4. Binden Sie Ihre RSS-Feeds mit Twitterfeed.com oder besser noch mit einem Tool Ihres Weblogs ein (Hinweis: Puristen mögen keine Feeds in Twitter). Feed und Tweets sollten in einem ordentlichen Verhältnis stehen – idealerweise mindestens 1:3 bis 1:5 (also ein Feed-Artikel auf drei bis fünf Tweets), wenn nicht sogar deutlich größer.
  5. Wie viele Tweets? Das hängt sicher auch von Ihren Konversationen mit anderen Benutzern ab. Siehe dazu auch Punkt 4. Kündigen Sie Pausen Ihrer Kurz-Veröffentlichungen an, Sie heißen ja nicht Schäfer-Gümbel (der ist nach der Hesenwahl wochenlang “einfach” abgetaucht).
  6. Followern folgen – dafür gibt es Socialtoo, aber nicht allen: Hände weg von Spammern und vorsichtiger Umgang mit möglichen Fakes.
  7. Antworten Sie auf Replies – zumindest auf die ernsthaften und humorvollen Äußerungen. Ignorieren Sie die ätzenden Einwürfe (siehe auch Punkt 3). Antworten Sie möglichst immer auf direct messages.
  8. Legen Sie Favorites an, um Tweets anderer Benutzer wiederzufinden.
  9. Nutzen Sie Software wie twhirl, Tweetdeck bzw. entsprechende Applikationen für Smartphones (z. B. Twitterberry etc.). Diese Anwendungen erhöhen die Effizienz im Vergleich zur Weboberfläche deutlich.
  10. Vergessen Sie die Regeln 1 bis 9 und legen Sie einfach los. Verhalten Sie sich so, dass Ihr Bäcker sich nicht schämen muss, Ihnen auf Twitter zu folgen, und dass Ihre Folloiwer (andersa als bei vielena anderen Politikern) einen wirklichen Mehrwert erhalten – durch prägnante Aussagen, Lektürehinweise, Humor. Inhalte zählen. Ob es zu Mittag Schweinsbraten oder Haxe gab, ist weit weniger interessant als ein brandaktueller Hinweis auf neue Verfehlungen von Müntes Gurkentruppe oder einen lesenswerten Kommentar in der FAZ. Wer regelmäßig nützlichen Content liefert, darf natürlich gerne twittern, ob der Schweinsbraten auch geschmeckt hat.
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